VSD eSport Podiumsdiskussion an der Uni Bayreuth

Honor war als Vertreter des deutschen eSport in Bayreuth und stellte sich in der Hauptstadt der Sportökonomen an der Universität vor ein Publikum aus Professoren, Dozenten, Studenten und Sportmanagern, um über den eSport zu diskutieren.

27.05.14

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Ein besonderer Dank gilt den Jungs von Leaseweb Deutschland, die uns bei den Reisekosten unterstützt und uns somit ermöglicht haben, die Diskussion zu filmen.

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VSD eSport Podiumsdiskussion an der Uni Bayreuth

Honor war in Bayreuth, wo an der Uni über zwei Tage hinweg Vorträge und Podiumsdiskussionen um Themen aus der Sportökonomie abgehalten wurden. Zum ersten Mal überhaupt in der 18 jährigen Geschichte des Arbeitskreises Sportökonomie gab es dabei auch eine Diskussion über eSport, die vom VSD e.V. (Berufsverband Sportmanagement/ -ökonomie) organisiert wurde. Niklas trat dabei als Vertreter und Experte der deutschen eSport Szene auf und stand dem Plenum nach seinem Vortrag über die Szene in den letzten Jahren zu einer Frage- und Diskussionsrunde zur Verfügung. Das Plenum bestand dabei aus Professoren, Dozenten, Studenten und Sportmanagern die im Bereich Sport bzw. Sportökonomie und –marketing tätig sind. Neben einer grundlegenden Aufklärarbeit, was eSport genau ist und wie die Szene sich entwickelt hat, bzw. wie sie funktioniert, bekam Niklas es unter Anderem auch mit einigen sehr konservativen Ansichten des Plenums zu tun.

Was das Ganze gebracht hat?

Seht es als ersten Impuls überhaupt, auch in den offiziellen bzw. staatlichen Strukturen auf uns aufmerksam zu machen. Wie ihr seht, kann man sich selbst dort nicht mehr vor uns verschränken und uns ignorieren. Neben einigen neuen Kontakten, konnte Niklas bereits Einladungen zu weiteren Uni Diskussionen in Deutschland entgegen nehmen.

27. Mai 2014 - 12:50
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lemmiwinks
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25.08.2014 - 18:55
22.05.14
4

Gut gemacht Hodor.

Witzig das argument mit den Beerdigungen :)

27. Mai 2014 - 13:17
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Jani
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10.02.2017 - 00:03
11.05.14
7

Super Leistung Niklas! :) Ich finde, dass eine ziemlich interessante Diskussion zustande gekommen ist.

27. Mai 2014 - 13:19
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Dystopia
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21.09.2017 - 02:28
13.04.14
86

echt sehr gute diskusion :)

hoffe da kommen mehr echt super!

Was man noch erwähnen könnte, dass bei einer PArtie in sc2 der verlierer auch IMMER an Erfahrung gewinnt, d.h. es gibt eigentlich immer zwei Gewinner, denn ohne loses wird man nichts verändern und nicht besser werden

27. Mai 2014 - 13:28
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Honor
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10.06.2019 - 18:34
15.11.13
503

Hiho, ihr könnt hier auch gerne Feedback geben und ergänzende Argumente einbringen. Natürlich ist mir beim Ansehen und bereits direkt nach der Diskussion vieles eingefallen, was man noch hätte einbringen können, bzw. wie man in den einzelnen Situationen noch besser reagieren hätte können, aber das ist ja immer so :-)

27. Mai 2014 - 15:09
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Tinio
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15.11.2015 - 12:08
08.05.14
129

Bei 27 min hättest du das Video hier zeigen können: https://www.youtube.com/watch?v=YbpCLqryN-Q

:DZeimlich beeindruckend, wie du auf die teilweise sehr schweren Fragen eingegangen bist. Gerade bei der ersten Frage dachte ich mir "oh oh, jetzt wirds hart!" xD

27. Mai 2014 - 14:11
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Newbton
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27.05.2014 - 19:19
29.03.14
1

Bei 1:12:40 hätte ich sehr gerne seine Antwort gehört auf die Frage "Sehen Sie Schach als Sport an?". :D

Letztendlich hat der Herr aber Recht. StarCraft II würde auf seine (scheinbar heiligen) Prinzipien nur zutreffen, wenn kein Fog of War existierte.

27. Mai 2014 - 14:15
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Honor
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10.06.2019 - 18:34
15.11.13
503

Hier zum Beispiel mal eine Antwort, die ich gerne auf die Sache mit den Werten des eSport geantwortet hätte:

"Ich kann Ihnen sagen, dass die Werte, die in Ihrer Kirche vorkommen auch bei uns im eSport eine große Rolle einnehmen. Zum Beispiel gemeinsam an etwas zu glauben, sich zusammengehörig zu fühlen, eine Gemeinschaft zu bilden. Das Gute beim eSport ist, dass jeder völlig unabhängig seines Glaubens, seiner Herkunft oder seiner Sexualität dran teilnehmen kann, die gleichen Chancen hat und willkommen ist. Darüber hinaus sind wir nicht an einen einzelnen Ort wie Ihre Kirche gebunden, sondern können uns jederzeit über das Internet verbinden und uns mit der Gemeinschaft austauschen, egal wo wir gerade sitzen."

27. Mai 2014 - 14:16
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betternerfpomy
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08.08.2014 - 20:44
15.11.13
2

Toll das du dich dafür so einsetzt!

Werdet ihr noch weitere Teile Hochladen?

Würde mich sehr intressieren :)!

27. Mai 2014 - 14:32
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Senik
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22.03.2018 - 21:39
21.11.13
2

Was waren da denn schon wieder für negativ eingestellte Leute....

27. Mai 2014 - 14:38
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gorgfan
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27.05.2014 - 14:47
06.05.14
2

Hey Niklas!

Erstmal Lob für deine Geduld dort. Vorallem bei dem Herren, der mit der Beerdigung um die Ecke kam, wäre ich an die Decke gegangen, wegen dessen Engstirnigkeit.

Ich denke mit z.B Tennis hättest du ihnen die Mechaniken ganz gut klar machen können. Es steht 0:0 zu Beginn und durch Ballwechsel bzw Gefechten entsteht ein Spielstand bzw eine Spielsituation, in der ein Spieler sich ein Führung (4:2 bzw nen Eco oder Armee-Vorteil) erarbeitet, was das Spiel aber nicht entscheidet. Irgendwann ist der Vorteil dann aber so groß, dass der Satz vorbei bzw der Gegner geschlagen ist. Nach ner bestimmten Anzahl an gewonnen Sätzen oder Spielen hast du deinen Gegner dann geschlagen.

Und der Herr, dessen hochtrabende Argumentationskette bei etwa 1h12 du nicht ganz folgen konntest, hat, glaube ich, das Prinzip nicht ganz verstanden. mMn meinte er, dass man spielt und spielt und irgendwann sagt der Computer, dass du 1337 Punkte erreicht hast während 3 andere nur 1280 bekommen haben. Das man gegeneinander spielt bis einer gewonnen hat, hat er nicht ganz verstanden und somit habt ihr ein wenig an einander vorbei geredet.

Grüße!

27. Mai 2014 - 14:46
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MasterHeleon
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19.09.2014 - 05:17
30.03.14
7

Klasse

Unheimlich toll gemacht, sehr gut auf die Fragen eingegangen. Das einzige was ich persönlich nich so gut fand war, das die Hände in den Hosentaschen waren am Anfang aber sonst sehr souverän gemacht.

27. Mai 2014 - 14:59
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MesH
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11.11.2014 - 17:46
07.01.14
133

Bei dem Herrn der meinte, dass der Computer schlecht berechenbar etc ist. Nimm das Beispiel Fußball: Dort gibt es einen Ball der von verschiedenen Firmen hergestellt wird, manchmal ist die Oberfläche etwas anders / ... . Dies kann man auch nur schwer bestimmen trotzdem zählt das nicht als Grund.

27. Mai 2014 - 15:05
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TRoCkS
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31.10.2016 - 15:27
03.04.14
4

Danke für den Upload. Ein netter Einblick in die Unwissenheit vieler Gelehrter. Frau Merkels Spruch, dass das Internet Neuland ist scheint völlig zuzutreffen. Wobei das Internet in diesem Fall auch auf Programme an sich ausgeweitet werden sollte.

Wie der Moderator gut einwarf. Das Buch wurde zu Beginn auch verteufelt. Ebenso wie der Fernseher in vielen Kulturkreisen. Irgendwann verstehen die Damen und Herren die Welt nicht mehr und fragen sich warum keiner mehr zum Fechtwettbewerb kommt.

Ein gravierender Fehler ist es auch E-Sport als EINEN Sport zu betrachten. Es ist eine Sammlung mehrerer Sportarten. Das diese schnelllebiger sind (halbwertszeit), ist in der globalisierten Welt nur mehr als verständlich. Aber wechselt eine Mannschaft nicht auch die Spieler, Trainer,...? Das Umfeld verändert und entwickelt sich immer.

Der PC als Austragungort ist sicherlich weniger störanfälliger als ein Stadion mit vergleichbar niedrigen Absicherungsinvestitionen. Gäbe es im E-Sport hunderte Polizisten, Türsteher.... würde es wahrscheinlich noch viel seltener zu Betrugsfällen kommen als im realen Sport, wo es ja zum Tageswerk gehört.

Solltst du nochmal eingeladen werden trittst du sicherlich souveräner auf.

P.S: Du hättest den bekennenden Christen ruhig mit Scarletts "Entwicklung" konfrontieren können. Dann wäre ihm möglicherweise aufgefallen das wir vllt. mehr Werte vertreten als er.

27. Mai 2014 - 15:14
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akaBoogeyman
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25.06.2019 - 22:24
15.11.13
87

Auf jeden fall ein Paar Hrte Nüsse in der runde....Diese Konservatieven ansichten sind die, die uns im Mittelalter so viel Zeit geraubt haben.... Mann muss sich einfach öffen für was neues, so wie der "Moiderator" Uneingenommen und offen. Niklas kann so gut er will Argumentieren aber letzt endlich glaube ich nicht das die Konservativen Leute ihre meinung jemals ändern. Allerding hoff ich sehr das es was bei den anderen gebracht hat. Zu dem mit den Werten... Im ernst, welcher Werd vermittelt Boxen? Und zu der Frau, Klar, Wenn der eine Gewinnt Verliert der andere, So wie in ALLEN anderen Sportarten auch....Obwohl, ein gutes argumet wäre gewesen. "Der Verlierer gewinnt an erfahrung um es beim nächsten mal besser zu machen"

27. Mai 2014 - 15:26
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Zerrocool
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05.08.2014 - 17:15
08.02.14
18

Wow super gemacht. Am anfgang bissl nervös aber nachher ging es echt klar. Wenn ich du gewesen wäre wäre ich gestorben^^ Bist echt nen super typ

WTF

Wie kommt der eine auf die idde es mit beerdigungen zu vergleichen.

27. Mai 2014 - 15:20
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Tinio
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15.11.2015 - 12:08
08.05.14
129

Ich habe nicht ganz verstanden, worauf der Mann am Ende mit seiner Frage hinaus wollte? Bei mir hat sich das Gefühl eingeschlichen, dass er sich mehr auf die Anzahl der Fachbegriffe, als auf den eigentlichen Inhalt konzentriert hat :D

Wollte er sagen, dass ein Sieg vom Glück abhängt? Zum Beispiel Fußball hängt, natürlich auch nur sehr eingeschränkt, von Glück ab. Dank der nichtverbauten Torlinientechnik ist es Glückssache, ob der Torlinienrichter gesehen hat, dass der Ball drin war, oder ob er aus 2 Meter Entfernung das dann doch nicht genau mitbekommen hat und das Tor dann nicht anerkannt wird.^^

27. Mai 2014 - 15:22
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Karu
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03.05.2017 - 21:27
21.04.14
56

schade, dass das ganze so kurz war. Bei dem Thema kann man echt noch etliche Stunden diskutieren. Als der Typ mit der Halbwertszeit der Spiele kam bzw. ob neue Spiele die alte Community einfach auflösen da hätte man glaub ich gut bringen können, dass z. B. mit Hearthstone gerade frisch ein neuer eSports Titel gelauncht wurde. Es wird auf der Blizzcon bereits ein Turnier mit 250.000$ Preispool geben. Daran sieht man doch recht gut, dass es gerade in letzter Zeit immer mehr verschiedene Titel gibt, die sich aber nicht auf eine Community begrenzen sondern einfach parallel zu den anderen laufen und somit das ganze immer größer wird (und mit Hearthstone ist auch mal kein "Kriegsspiel" auf dem Markt ;) )

Ich glaube ein großes Problem ist, dass die Leute einfach überhaupt keine Ahnung von den Spielen haben. Gerade als du erwähnt hast, dass sich 2 Armeen bekriegen hat man richtig gemerkt wie in den Köpfen der Älteren direkt die Alarmklocken leuten und überall schwirrt nur KILLERSPIEL umher. Es fehlt einfach das allgemeine Verständnis zu Computerspielen und dass die eSport Titel eben hauptsächlich mit Strategie zu tun haben und nicht sinnloses Abschlachten.

Sehr schade, dass du am Ende nicht auf die soziale Interaktion näher eingehen konntest. Ich sehe nicht was daran schlimm ist wenn Leute online miteinander interagieren. Warum ist es verwerflich wenn ich an einem Freitag/Samstag abend zuhause sitze und mir mit tausenden Leuten ein Stream anschau, bzw. mich mit Leuten in einem Chat unterhalte? Wenn ich dagegen jedes Wochenende in ein Festzelt geh und mir das Hirn wegsaufe und am nächsten Tag nichts mehr davon weiß, dann werd ich in unserer Gesellschaft akzeptiert und als "normal" angesehen.

Sport macht für mich aus, dass verschiedene Leute einen gemeinsamen Nenner haben den sie mit Leidenschaft verfolgen. Und genau das ist eSport doch. Millionen Menschen fiebern bei Turnieren mit, die Kommentatoren rasten vor Spannung aus. (Jeder der LoL verfolgt kann soch wohl noch an Fnatic vs SK letztes Jahr erinnern als Peke diese krasse Kassadin Action gebracht hat. Wie die Leute ausgerastet sind! :D) Auch ein großer Vorteil beim eSport ist doch auch, dass es keine wirkliche Nationale begrenzung gibt. Wann haben denn im herkömmlichen Sport die Fans der verschiedenen Länder kontakt? Vllt. mal bei einer Weltmeisterschaft. Beim eSport kommen jederzeit Menschen aus der ganzen Welt zusammen, egal ob Europa, NA, Asien oder Afrika. Du hast einfach den riesigen Vorteil des Internets, dass wirklich jeder, egal woher er kommt, ein Teil der Community ist.

Du hast das ganze echt toll gemacht Niklas, beim nächsten Mal läuft das bestimmt noch besser :D

Bei dem ganzen Thema muss man wohl einfach von ganz unten anfangen damit "zocken" in der Gesellschaft anerkannt wird.

27. Mai 2014 - 15:54
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PoZu
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19.07.2018 - 23:24
15.11.13
46

Du hast exakt meine Gedanken wiedergegeben. Ich weiß aus eigener Erfahrung – eine Präsentation in meiner Klasse – wie schwer es ist, Außenstehenden klarzumachen, was eSport wirklich bedeutet. Leider wissen sie oft nicht, dass Computerspielen nicht gleich Verzicht auf etwas bedeutet, schon gar nicht auf Interaktion mit Menschen. Des Weiteren sind Strategiespiele wie Starcraft überhaupt nicht darauf ausgelegt, einen Menschen blutrünstig werden zu lassen, da es, wie es das Genre vorgibt, rein um den strategischen Aspekt geht. Es geht auch viel mehr darum zu erkennen, wie gut sind meine Fähigkeiten bezüglich Multitasking, Fingerfertigkeit und Übersicht über das Spielgeschehen im Vergleich zu meinem Gegenüber? Jedenfalls eine sehr gelungene Präsentation, auch wenn die Fragen und Reaktionen aus dem Publikum kritisch waren. Menschen reagieren meisten so, weil sie Angst vor Neuem haben. Ich denke, beide Parteien haben von dieser Diskussion profitiert. Ihnen und auch dir (uns) haben sich die Horizonte erweitert, da auch die Gegner zum Teil gute Punkte für den eSport eingebracht haben bezüglich Leistungs-, Gleichheits- und Konkurrenzprinzip etc.

27. Mai 2014 - 15:30
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Slixx
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28.05.2014 - 13:44
15.11.13
4

Super Vortrag !

Sehr schade finde ich das sehr viel darüber diskutiert wurde ob Esport nun Sport ist oder nicht. Völlig unwichtig ob nun 3 Striche auf Papier ein Bild ist oder ist diese Farbe nun rot oder blau. Daran wurde und wird zu sehr nachgedacht. Man betrachtet dabei immer nicht die Dinge um die es bei der Sache wirklich geht.

Ich habe selbst 15 Jahre Fußball gespielt, war im Schützenverein, habe 3 Jahre gekegelt etc. war also sportlich in meiner Jugend, neben dem Gaming, sehr aktiv und muss sagen das für mich Esport ganz kla Sport ist auch wenn man sich nicht in dem Maße wie Fußball o.Ä. sportlich betätigt. Alle Werte die körperliche Sportarten mitbringen und dort gefordert sind übertrifft der Esport meiner Meinung nach wenn man Muskulatur einmal außen vor lässt.

Zu der Frage von der Frau ob alle Spiele und Spieler immer bei 0 anfangen hätte man noch einen Vergleich z.B. zu Basketball heranziehen können. Da hatte ich immer meine Probleme mit 1,71 m gegen Spieler die über 1,95 m sind :D

Verwunderlich finde ich auch die Diskusion das Strategiespiele, Kriegsspiele sind und deshalb negative Züge/Einflüsse haben könnten. Der christliche Herr hat doch Bilder von LoL gesehen, daher für mich nicht nachvollziehbar. Auch der Punkt das man Einheiten vernichten muss um zu gewinnen ist für mich in dem Zusammmenhang nicht mit Kriegspielen assoziierbar. Beim Schach ist es doch nicht anders, dort müssen auch Figuren aus dem Spiel entfernt werden. Sehr gut fand ich wie du seine bemerkbare Barriere zu fremden Dingen angesprochen hast !

Werdet Ihr ähnliches auch beim angesprochenem Event in Hamburg machen :) ?

27. Mai 2014 - 15:30
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moki93
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31.01.2015 - 01:26
15.01.14
42

Interessante Diskussion :) Gut gemacht, fürs erste Mal ;) Hoffe du kriegst noch öfter die Chance und kannst den konservativen Herren in allen Punkten spontan Paroli bieten, falls sie nicht objektiv fragen.

Der Impuls ist gut, du hast es aber natürlich schwierig als einziger Vertreter. Ich würde mir wünschen, dass du mit vielleicht 1-2 anderen Esport-Vertretern (bspw. FIFA, LOL) bei den nächsten Veranstaltungen zusammen vortragen könntest, denn du kannst ja nicht für alle Esportbereiche sprechen und mit mehreren Leuten kann man auch besser auf jede mögliche Art von Frage reagieren.

27. Mai 2014 - 15:39
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LimeGreen
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02.08.2018 - 15:05
17.11.13
115

Super toll!!!

Mal sehen wo das hin führt. Man gedanken aus dem Publikum sind ja sehr konservativ. Das mit der Beerdigung... loooooool

Ich denke es ist eher wichtig die Akteptanz in der Gesellschaft zu bekommen, als dass eSport mit herkömlichen Sport gleichgestellt wird. Aber tortdem LOB für Niklas, der eine Professort mit seinen Algorythmen und Berechenbarkeit... ich sag nur Wembleytor.

27. Mai 2014 - 15:54
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moki93
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31.01.2015 - 01:26
15.01.14
42

Ich finde die drei Prinzipien des einen Herrn können super als Grundlage für deine Argumentationen in Zukunft dienen:

  1. Leistungsprinzip: Der Beste Spieler gewinnt. Es ist ein gewisser Glücksfaktor wie in jedem Sport dabei, allerdings gewinnt auf lange Sicht der bessere Spieler. Die Plattform "Programm/Computer" zwischen dem Spieler und dem Gegner ist nichts anderes als das Regelwerk und die Sportutensilien bei jedem normalen Sport. Bei jeder einzelnen Aktion ist klar, was die Folge ist.
  2. Konkurrenzprinzip: Durch den direkten Konkurrenzkampf zweier Parteien (Ob es nun 1vs1 oder 5vs5 ist) mit einem Gewinner und einem Verlierer definitiv gegeben.
  3. Gleichheitsprinzip: Jeder Spieler startet mit den gleichen Voraussetzungen und es ist somit erfüllt (wenn dem nicht so ist wird der sportliche Wettkampf natürlich ad absurdum geführt)

Das Problem ist, dass die Herren vor Ort teilweise die Spiele nicht verstanden haben und somit natürlich Fragen und Probleme mit der Materie haben, die sie nicht hätten, wenn sie den Esport und seine Spieler genauer kennen würden. Aber genau da muss man natürlich auch Ansetzen, denn die Akzeptanz kann ja nur über das Kennenlernen stattfinden. Daher wäre es glaube ich für deinen nächsten Vortrag hilfreich, wenn du noch genereller einsteigst. Was ist Esport? Wie laufen die Spiele ab? Wie vielfältig ist Esport (Es ist nur ein Überbegriff für viele "Sportarten" -> beispielhaft einzelne Bereiche erläutern)? Welche Spiele gehören dazu (auch den Älteren vielleicht bekanntere Spiele wie Fifa immer mit einbeziehen)? Gibt es Ligen? Wo kommt das Geld her (Werbung/Sponsoring...)? Dann kommen solch teils abenteuerlichen Fragen vielleicht garnicht zustande ;)

27. Mai 2014 - 15:57
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snoony
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22.12.2016 - 14:01
16.11.13
108

Hallo,

ich muss persönlich sagen, dass ich finde Niklas hat einen sehr guten Job gemacht. Aber ich weiß echt nicht ob es die Nerven wert ist, die ganze Zeit mit Leuten auseinanderzusetzen, die sowieso dagegen sind und sich dem Thema verschließen. Der E-Sport braucht nicht die Anerkennung der Professoren etc.. Der E-Sport braucht die Akzeptanz der Gesellschaft, diese ist ganz besonders für LoL und Starcraft 2 in NA und teils auch in Deutschland gegeben . Außerdem frage ich mich, welche Position die Professoren auf der Veranstaltung haben bzw. wie entscheidend sie für die Akzeptanz letzendlich sind.

MfG

27. Mai 2014 - 16:16
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Bro Job
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30.09.2014 - 07:24
11.05.14
4

RESPEKT an dich Niklas das du dich mit den sehr geehrten Akademikern auseinandergesetzt hast.

Ich fand die ganzen Gedankenansätze doch sehr interessant

Dein nachträgliches Argument mit der Kirche find ich super, vor allem hätt ich gerne das Gesicht, des Herren gesehen der dauernd seine „Christlichen Werte“ anführte.

Klar ist es schwer einem Nichtgamer das Prinzip von SC2 oder überhaupt irgendeines eSport Titels zu vermitteln Wahrscheinlich war deine Zeit auch ziemlich begrenzt.

Aber hättest vielleicht dein Basic Video Lektion 1. präsentieren können. Ich find es doch sehr gut obwohl ich bereits vorher wusste was SC ist.

Warst du eigentlich Doll nervös bei der Präsentation?

Zumindest hatte ich das Gefühl das du bei der Diskussion wohler gefühlt hast. Obwohl du als eSportvertreter alleine vor dem Haufen Gelehrter standst.

Vielen Dank das du Aufklärungsarbeit für diese werten Herren geleistet hast auch in Namen der eSports community.

27. Mai 2014 - 16:25
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TheAeneas
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26.08.2015 - 23:10
11.05.14
5

Gute Präsentation, spannende Diskussion. Gerade aus wissenschaftlicher Sicht hat es nochmal bisschen was zu denken gegeben. Inzwischen teile ich deinen Ansatz eSport weniger als "echten" Sport anzusehen, ohne den kompetitiven Ansatz zu vernachlässigen. Das Argument der Informatikschnittstelle fand ich aber besonders spannend. Für Mirrormatches kann man dies zwar ausblenden, da die beiden Kontrahenten auf die absolut gleichen Regeln und Einheiten zurückgreifen. Wenn unterschiedliche Helden oder Rassen aufeinandertreffen hat er aber in der Tat recht. Balancing wäre hier eine sportwissenschaftliche Neuerung Der Glückspielanteil ist bei Spielen mit Zufallskomponente vielleicht noch interessant, wobei mir da nicht soviele zu einfallen. Möglich wäre Pokemon, da bin ich aber nicht informiert genug ob es größere Turniere gibt, hier würden aber sowohl ungleiche Vorraussetzungen zu beginn geschaffen, als auch Zufallselemente eine Rolle spielen

27. Mai 2014 - 16:28
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TheAeneas
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26.08.2015 - 23:10
11.05.14
5

Die ersten beiden Prinzipien sind im eSport klar gegeben.

Bei der dritten würde ich widersprechen.

Zerg und Protoss greifen auf vollkommen unterschiedliche Regelwerke zurück, hier ist Balancing wichtig und könnte zu unsportlichen Vorteilen führen.

Genauso bei einem League of Legends/Dota bei dem die Teams mit unterschiedlichen Helden aufeinander treffen.

Gleichheit könnte also nur durch reine Mirrormatches gewährleistet werden.

27. Mai 2014 - 16:46
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Bro Job
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30.09.2014 - 07:24
11.05.14
4

Zum Thema der Langlebigkeit hätte man auch Augmentieren können, dass Fußball zum Beispiel in den Anfängen mit einem primitiven Lederball und Baumwolltrikots gespielt wurde und mit der Zeit sich die Bälle High-Tech sind, (Aerodynamisch optimierte, aus Synthetischen Materialien usw.) genauso die Trikots heutzutage aus Synthetik Fasern bestehen.

So ist es auch mit den Updates und Nachfolger Versionen der Spiele, Software.

Die Hardware, Maus Tastatur und PC sind dann doch mit den Schuhen der Spieler zu vergleichen.

27. Mai 2014 - 16:56
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iceclaw
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20.10.2015 - 10:28
27.05.14
5

Hallo Niklas,

vielen Dank für diesen Beitrag. Da ich als StarCraft II Fan und Medienpädagogik Student sehr daran interessiert war, hat er mich sogar dazu gebracht, mich endlich mal bei euch anzumelden.:-)

Zuerst einmal: Super Auftritt von dir. Ich denke, es ist nicht ganz leicht sich dort den Leuten gegnüberzustellen, zumal du ja sicher vorher nicht wusstest, welche Einstellungen dort so vertreten sind. Außerdem hat man dann doch sehr deutlich gemerkt, wie lebensweltfern dein Thema für die Leute dort war.

Ein paar Anmerkungen von mir, die mir so beim Schauen gekommen sind und dir vll bei deiner "Was ist eSport? - Eine bonjwa Deutschlandtour" unterstützen könnten:

  • Starcraft und MOBAs sind ja ganz verschiedene Spiele. Wenn du auf beide eingehen willst (was ich durch den Teamcharakter bei MOBAs machen würde), solltest du ggf die Spieler kurz vergleichend gegenüberstellen. Eventuell mit einem Vergleich von Einzel- und Teamsport. Dann fällt es den Leuten vll leichter zu folgen.
  • Lass die Leute spielen! Zeig ihnen, wie Noobs spielen und wie Pros spielen. Sie haben so gar kein Gefühl dafür gehabt, wie sowas abläuft. Da wäre es sicher sehr belebend gewesen, wenn sie StarCraft mal selbst probieren können bzw. du ihnen zeigst, wie es bei nem Pro aussieht.
  • Vielleicht hätten die Leute so auch gemerkt, wie total unwichtig der Kriegsaspekt in dem Spiel für die Spieler ist. Das kam glaube nicht genau genug rüber.
  • Was mir zu FIFA noch einfiel: Mittlerweile hat sogar der Kicker eine Esports-Rubrik auf ihrem Onlineauftritt. Da hätten die Herren mal sehen können, wie weit eSport teilweise schon vorgerdrungen ist. :-) So das wars dann von mir. Ach ja: Mach weiter so! :-)
27. Mai 2014 - 17:20
Bild des Benutzers Songbird
Songbird
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02.08.2017 - 17:48
11.05.14
151

Ich bin Stolz auf dich Nicklas! Ich bin stolz hier auf Bonjwa.de zu sein und ich bin Stolz auf den E-Sport ganz egal was irgendwelche Minusmenschen darüber sagen. Das Problem löst sich am Ende ohnehin von allein. Niemand kann den Lauf der dinge ändern. Alte Menschen sterben, junge menschen werden geboren, darum stell ich hier mal die frage: Wie lange wird es diese ganzen Neinsager noch geben? 10 Jahre? 20 Jahre? Wenn wir Pech haben sogar noch 30 Jahre aber letztendlich stirbt ihr hass und ihre Intolleranz mit ihnen. Bitte versteht mich jetzt nicht falsch - Ich wünsche diesen Menschen keineswegs den tod oder irgendwas in der art!!! Ich sage lediglich wie ich das sehe und das sie egal was sie machen den lauf der dinge nicht ändern können. Und wenn sie noch den rest ihres lebens damit verbringen den E-Sport zu haten, ihn runter zu machen, ihn nicht ernst zu nehmen, ihn versuchen zu verbieten, über ihn lachen, ihn nicht verstehen wollen/können, sie sterben dennoch vor mir und den meisten innerhalb dieser Community!

"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du."

-Mahatma Gandhi

Grüße, TNoCrime

27. Mai 2014 - 17:51
Bild des Benutzers Pata
Pata
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13.09.2014 - 20:08
15.01.14
22

Hi, folgend meine Notizen die ich mir gemacht habe:

  1. Ich finde den Moderator sehr sympatisch, denn selbst wenn man etwas nicht mag, sollte man sich mit dem Thema auseinandersetzen. Es ist ist meiner Meinung nach wesentlich klüger etwas nicht zu hassen, sondern zu versuchen es zu verstehen.
  2. Leider sind gerade viele ältere Menschen unglaublich konservativ und lehnen neue Technologien strikt ab, ohne sich damit zu befassen, ich hoffe, dass ich später nicht genauso werde, aber ich denke das Internet hat uns hier eine gute Möglichkeit gegeben uns immer über alles zu informieren.
  3. Ein interessanter Punkt waren christliche Normen. Ich fand es schon sehr krass, e-Sport mit einer Beerdigung zu vergleichen, aber ich gehe mal davon aus, dass der gute Herr einfach ein Argument gesucht hat, um e-Sport schlecht darzustellen. Doch schaut man sich den e-Sport an, so erkennt man, dass alle Menschen der Welt miteinander vernetzt sind, dass Menschen unterschiedlicher Hautfarbe, Geschlechts und Herkunft gleich! behandelt werden.
  4. Gerade die Wahlen am Sonntag haben gezeigt, dass dies leider und traurigerweise auch in Euroa absolut keine selbstverständlichkeit ist. Menschen kommen zusammen und leben die gleiche Leidenschaft aus. Es findet ein kultureller Ausgleich statt, ich hab während der Krise gegen jemanden aus der Ukraine gespielt und hab mich anschließend mit ihm über die Krise unterhalten, was ich sehr interessant fand. Aber auch was Sprachen angeht, nimmt man vorallem vieles von der englischen Sprache mit, wie oft ich schon gezwungen war englisch zu reden, was ich jetzt unglaublich schätze.
  5. Auch die Bereitschaft anderen zu helfen ist unglaublich groß, es gibt einige Charity Projekte, bei denen Gamer gerne Geld spenden. Nimmt man all dies mit so finde ich, dass der e-Sport teilweise christlicher ist als die Kirche, die mit Homophobie, Kindesmissbrauch oder Unterdrückung anderer Religionen wesentlich rückschrittlicher ist. Dafür sollte die Szene weiterhin kämpfen "Jeder Mensch ist gleich"!!!!
  6. Natürlich fällt auch hier wieder das Thema "Killerspiele" und Medien nutzen solche Spiele immer gerne als Ausrede für einen Amoklauf. Allerdings finde ich der Überlebensinstikt ist der Bereich der bei allen Lebewesen am meisten ausgeprägt ist und die Gewaltbereitschaft liegt hier sehr nahe. Menschen waren schon immer gewaltbereit. Und natürlich gab es Amokläufer die auch Ballerspiele gespielt haben, aber was ich viel interessanter finde wäre der umgekehrte Ansatz, nämlich wie viele Menschen können ihre Wut und Aggressionen in solchen Spielen loswerden, um in der realen Welt den Kopf freizubekommen und sich dann unter Kontrolle haben. Nimmt man Boxen als Vergleich, dass ist es dort so, dass man seine Gewalt und Aggressionen sehr gut loswerden kann. Ich fände hier eine Studie mal interessant. Gewalt findet man aber sehr viel in anderen Sportarten, vorallem Fußball wo es regelmäßig zu Fanausschreitungen kommt. Auch christliche Normen werden hier verletzt, wenn Stadien zu unmenschlichen Bedingungen für eine WM gebaut werdem,...
  7. Interessant fand ich auch das Thema Intelligenz und Pro Gamer. Viele Menschen haben das Image, dass Leute die es zu nichts bringe zocken, aber es gibt wie du gesagt hast viele die studieren. Wenn man sich in unserem Lehrstuhl (Informatik) umschaut, dann gibt es sehr viele, die sich für Spiele interessieren, sei es Studierende oder Dozenten und auch darüber reden.
  8. Dann fiel das Thema wie lange halten sich Spiele. Ich fand das kam nicht so richtig raus, dass man das einfach nicht weiß. Es gab noch kein Spiel was groß in der e-Sport Szene war und dann verschwunden ist. Es gab lediglich Updates für Spiele, aber ob ich 20-30 Jahren nicht vielleicht immer noch die gleichen Spiele gespielt werden weiß man heute einfach noch nicht.
  9. Zu dem Thema Cheating und Betrug hätte ich noch eine Frage und zwar wie sieht es eigentlich mit Doping aus? Sind hier alle Mittel erlaubt, weil es sicherlich auch Gehirndoping gibt mit denen man eventuell besser spielen könnte, also gab es hier vielleicht schon Vorfälle oder ist dies in dem Bereich nicht vorhanden, weil es schlicht nichts bringt?
  10. Dann fiel das Thema Algorithmen und Glück im e-Sport. Ich finde es komisch den e-Sport zu kritisieren weil im Hintergrund viele Algorithmen ablaufen. Ich finde, dass e-Sport der fairste "Sport" im Vergleichg zu herkömmlichen Sportarten ist, da es bei diesen auf sehr viele Faktoren wie Temperatur, Wind, Platzverhältnisse,... ankommt. Ein anderer Aspekt wäre der Schitzrichter, der eben ein Mensch ist und dadurch Fehler macht. Auch ist eine Schitzrichterentscheidung oft der Auslöser für eine Gewaltbereitschaft, so etwas gibt es nicht bei e-Sports. Der bessere gewinnt, man fiebert zwar mit seinem Liebling mit, aber wenn er verliert wird dies akzeptiert, da der bessere immer gewinnt und auch hier gibt es keine Gewaltkonflikte.
  11. Als letztes wollte ich noch ansprechen, dass ich es sehr gut finde, dass sich Unis für e-Sport interessieren, da Teams sicherlich auch Manager brauchen oder aber auch Fitnessprogramme für Spieler. Ein interessanter Punkt an dem auch in dem Bereich Sportwissenschaften viel geforscht werden kann und Studien veröffentlicht werden müssen. Aber ich fände es auch gut, wenn die Informatik sich mehr mit dem Thema befassen würde, denn ich finde die Theorie auch spannend. Man sollte an Bots forschen, die versuchen neue Builds zu kreieren, die besser oder schlechter ist, ich denke, dass dann auch hier völlig neue Builds zustande kommen werden. Auch Beweise warum jene Spielweise besser oder schlechter gegen einen bestimmten Build ist wäre interessant. Es gibt zwar schon einige wenige Paper, die sich mit Starcraft auseinandersetzen, aber es gibt sicherlich viele spannende Themen, an denen geforscht werden könnte und das wirtschaftliche Interesse ist da, also warum nicht mehr spannende Paper zum Thema e-Sport. Ich liste hier mal zwei Paper auf, für die die gar nichts damit anfangen können:

Ich hoffe, dass du zufrieden warst, dass eine positive Resonanz gab und dass bei mehr Menschen das Interesse geweckt wurde und sich vielleicht weitere Universitäten damit beschäftigen wollen.

27. Mai 2014 - 17:58
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Frostl
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02.11.2017 - 12:34
15.11.13
61

Sehr guten Job, den du da abgeliefert hast (vorallem bei manchen Fragen). Vorallem zeigt das ja schön, dass sich das Image 'Computerspiele sind schlecht' nicht stur in den Köpfen (zumindest der in der Diskussion anwesenden/fragenstellenden) der Gesellschaft festsetzt, sondern das man sich an das Thema herantraut und versucht es zu verstehen. Gerade einige Fragen haben ja gezeigt, dass es verschiedene Ansätze gibt den eSport zu begreifen und mit herkömmlichen Dingen zu verbinden (sei es nun als echter Sport oder als wirtschaftsorientiertes Prinzip).

Ich glaube die größte Diskrepanz besteht darin, das 'Oldschooler' (wie der Moderator so schön gesagt haben), die noch nie etwas davon (oder wenig) gehört haben, keinen richtigen Bezug finden können, bzw. keine Vorstellung bekommen können. Gerade am Ende als du die Frage mit den Algorithmen bekommen hast, kam das deutlich zum Ausdruck. Aber in deinem Einführungsvortrag konnte man dieses Problem eigentlich erahnen. Gerade wenn man zum ersten mal eine LoL Partie sieht, wird man wohl kaum mehr als einen Haufen bunter Farben und blinkender Lichter sehen. Und da hat man nur ne Minute LoL gesehen. Wie du sagtest ist eSport ja keine Sportart wie Fussball, sondern ein Oberbegriff für zahlreiche, professionell veranstaltete Videospiele. Und gerade da ist wohl das Problem für die Gesellschaft. Man muss sich ausgiebig mit einem Spiel beschäftigen, um es begreifen zu können.

Bei herkömmlichen Sport ist das weniger (aber nicht vollkommen abwesend) so, immerhin wissen ja auch viele Fussball begeisterte auch nicht was Abseits wirklich ist, obwohl es eine sehr elementare Rolle spielt, wenn es um ein Tor geht. Wenn man das zurückbringt auf die Algorithmen-Frage, dann ist es ganz klar in der Hand der Entwickler wie die Algorithmen aussehen, was wie einfließt usw. Ein Laie wird wohl kaum auf Anhieb verstehen wie das Gold Earning in LoL funktioniert (er sieht da wohl eher das 'abschlachten' von Gegnern) und wenn er dann noch den Unterschied zu Dota lernen soll (obwohl das Spielzprinzip ja gleich ist), wird er wohl komplett überfordert sein.

Es würde natürlich den Rahmen einer solchen (oder eigentlich jeder) Veranstaltung sprengen wirklich an visuellen Beispielen zu erklären, was genau passiert (das heißt du spielst eine Partie SC2 vor Publikum und versuchst denen möglichst genau und verständlich zu erklären was abläuft). Ich glaube das würde eher für noch mehr Verwirrung sorgen, vorallem da Videospiele ja nicht einfach auf dem 'Schieß einen Ball ins Tor um zu gewinnen Prinzip' beruhen, sondern es sehr komplex zugeht (um nicht zu sagen Fussball bräuchte keinerlei taktische Elemente etc.). Und da hättest du immernoch EIN Spiel gezeigt und noch niemand wüsste was nun der Unterschied zwischen SC2 und Dota ist. Ja, wall of text ende, hoffe das die 'Aufklärung' zum eSport weiter anhält und durch gesunde Diskussionen gefördert werden und man nicht einfach die Türe vor der Nase zugeschlagen bekommt. HODOR!

27. Mai 2014 - 18:06
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BlackJack
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03.06.2014 - 13:17
27.05.14
2

Lieber Niklas,

erst einmal: Wirklich gut gemacht, es ist nicht leicht vor diesem Publikum (alle hohe Abschlussgrade) eine Meinung zu vertreten.

Eine sehr gute Nachricht ist, dass du zu weiteren Vorträgen eingeladen wurdest.

Nun will ich aber die gesamte Community dazu aufrufen, Argumente zu sammeln, um anschauliche, auch für 60+ Leute nachvollziehbare Vergleiche bringen zu können.

Zu den Fragen:

  • Wie trainiere ich Esport?

->Es kommt darauf an auf alle Spielsituationen eine Lösung zu finden und diese dann gut auszuführen. Es geht also um Erfahrung und Technik. Ss gibt unzählige mögliche Spielsituationen, welche einem begegnen können und hier bedarf es Erfahrung um stets zu Wissen welche Antwort hier notwendig ist. Später müssen zeitgleich mehrere Sitationen erfasst werden und die Lösung sofort parat sein. Doch um diese Lösungen dann auch quasi möglicht routiniert und ohne Fehler umsetzen zu können, bedarf es der ständigen Verfeinerung der Technik, wie ein Fussballspieler ebenfalls ständig Grundfähigkeiten übt um diese später bei bedarf im Spiel abrufen zu können.

  • Welche Werte verkörpert Esport?

-Antworte ganz einfach mit Gegenfragen - Ziehe den vergleich zu etwas das gesellschaftlich anerkannt ist.

-> Welche Werte hat den Fussball? ( Genauso wenig oder viel wie esport)

  • Was ist Esport?

Es ist eine Kombination aus Blitzschach und Motorik. Sehr schnelle Entscheidungen und eine gute Ausführung ( Problemlösestrategien und Handlungskompetenz) sind gefragt.

Die besondere Leistung von Esportlern ist:

Stellen sie sich vor sie bekommen verschiedene Bilder der Führerscheinprüfung vorgelegt und sollen erkennen welche Handlung hier notwendig ist (z.B. Vorfahrt gewähren), eigentlich sehr einfach. Doch nun bekommen sie 5 von diesen Bildern pro Sekunde vorgelegt und müssen für alle 5 Sitationen zeitgleich die richtige Lösung parat haben. Die richtige Lösung kennen geht nur über Erfahrung und Auswendiglernen. Doch dann geht es auch daran die Theorie umszusetzen - und das ist der Wettkampfgedanke. Jeder weiß meist was zutun ist, doch wer kann die Theorie auch in die Praxis umsetzen.

  • Wer garantiert mir, dass die informatische Ebene nicht Glück daraus macht, anstatt die Leistung des Spielers tatsächlich zu beurteilen?

-> Empfinden Sie Word als Glücksprogramm? Es gibt klare Verfahren, wie Word vorgeht. Word entscheidet nicht jeden Tag anders, was es bei Strg + P unternimmt, sondern wird jeden Tag Drucken. Das Programm geht nach klaren Regeln vor.

5 Leute treten gegeneinander an, um herauszufinden wer besser Word bedienen kann. Klar messbar in meinen Augen, Zum Beispiel wer hat schneller eine Tabelle über veschiedene Daten erstellt und gedruckt. Und genau hierum geht es auch im Esport. Die "Maschine" wird jeden Tag gleich auf die Eingabebefehle des Nutzers reagieren - ohne Glücksfaktor. Die Frage ist einfach WER KANN DIESE MASCHINE BESSER BEDIENEN!?

  • In dieser Art, bitte ich alle Niklas zu helfen. So wird er bei dem nächsten Vortrag noch deutlich kompetenter auftreten können!

Rechtschreibfehler können behalten werden - habe unter Zeitdruck geschirben.

Beste Grüße

BlackJack

27. Mai 2014 - 18:26
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Butzel
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05.05.2019 - 16:25
27.05.14
7

Hi Niklas,

sehr interessant anzusehen und dir auch sehr hoch anzurechnen, dass du zu so einer Veranstaltung hingehst und dich in dieser doch sehr einseitigen Diskussionssituation behauptest.

Inhaltlich möchte ich aber sagen, dass entgegen der Meinung vieler Kommentatoren hier, vergleichweise wenig Engstirnigkeit bei den Diskussionsteilnehmern sehe, sondern vorhersehrbare Verständnisprobleme, die an vielen Stellen deinem Vortrag zuzuschreiben sind, der oft die falschen Erklärungs- und Beschreibungsansätze wählt. Das soll überhaupt kein Vorwurf sein, schließlich war die Situation sehr einseitig uns sicherlich nicht einfach. Ohnehin ist man nachher immer schlauer und so eine Veranstalung sollte auch dazu dienen, die eigenen Argumentationslinien weiterzuentwickeln.

Größtes Problem an dieser Stelle war augenscheinlich, überhaupt das Spielprinzip fassbar zu machen, was sich dann an vieler Stelle dann noch mit anderen Themenfeldern vermischt hat - bsp. Wertediskussion. Dieses Problem kommt aber überhaupt erst dadurch auf, dass du viel zu kleinteilig, detailfixiert und spielchronologisch dessen Erläuterung angehst, anstatt auf abstrakter Ebene das Grundprinzip auf den Punkt zu bringen. Ein mögliche Erklärung wäre zB.: jeder der zwei Spieler kann auf einer begrenzten Spielkarte eine begrenzte Anzahl an statischen Strukturen und mobilen Einheiten konstruieren und muss mit diesen Einheiten sämtliche Strukturen des Gegners auslöschen und gleichzeitig seine eigenen schützen. Wichtig ist hierbei, dass du von vorneherein klar machst, dass für den Wettkampf nur die abstrakten Operationen und Zustände bzw. Kausalitäten die daraus erwachsen entscheidend ist, hingegen die semantische Ebene, die darauf aufsetzt - also dass es Menschen oder sonstige Wesen sind, die sich gegenseitig töten - komplett irrelevant. Das sagst du zwar irgendwann auch, allerdings erst als du das Spiel aus dieser konkreten, semantischen Sicht heraus erklärt hast - dann ist das Kind natürlich schon in den Brunnen gefallen, die Vorstellung des Spiels hat sich in den Köpfen schon manifestiert. Wenn du dann auch noch sagst "Die Toten im Spiel sind für uns lediglich Zahlen" machst du es eher noch schlimmer, weil du mit so einer Formulierung jeder Abstumpfungsthese vorschub leistest. Ich würde von vorneherein versuchen, ausschließlich bei abstrakten Beschreibungen zu bleiben und nur auf konkrete Nachfrage erst erläutern, dass es diese Spielebene überhaupt gibt, die aber im Moment des Wettkampf lediglich der Verständigung bzw. visuellen Repräsentation dient und in ihrer konkreten Ausprägung historische Gründe hat, die sich aus der Entwicklung des Spiels ergeben hat. Was natürlich nichtsdestototz auch eine zu diskutierende Komponente hat, ebenso wie man den semantischen Hintergrund vom Speerwurf oder Schach diskutieren kann.

Dass der Herr am Ende das Spielprinzip nicht ganz begriffen hatte, lässt sich meineserachtens auch darauf zurückführen, dass es schlicht nicht hinreichend auf den Punkt gebracht wurde. Guck dir deine Erklärung von SC2 nochmal an - ich würde daraus auch nicht schlau werden. Man fängt so an, es passiert hier ein bißchen was, da ein bißchen was, dann wird gekämpft, einer hat verloren, aha. Ich finde, für so einen elementaren Punkt musst du eine prägnante Erklärung parat haben, die bis auf jeden einzelnen Begriff heruntergebrochen durchdacht ist. Die möglichst wenig Angriffsfläche für Moralisierung bietet und notfalls auch als Küchenzuruf noch funktioniert. Das ist für mich die Solbruchstelle deiner Argumentation, die ganzen sozialen und historischen Umstände hast du natürlich schön dargestellt, aber die können nunmal - wie auch geschehen - sehr leicht mit noch so absurden Vergleichen weggewischt werden. Was leider auch legitim ist, wenn man sich in seinem elementarsten Terrain nicht hinreichend sicher positioniert hat.

Soweit zum Grundproblem der Diskussion, aber es gibt noch ein paar weitere Ansätze, die ich für interessant zu diskutieren halte und auch dafür geeignet sind, die etablierten Sportarten ein wenig aus der Reserve zu locken: die drei genannten Prinzipien finde ich ebenfalls sehr gut geeignet, um darauf aufbauend zu argumentieren. So lässt sich zum Beispiel der Esport von vielen Brett- oder sonstigen Gesellschafts- und Computerspielen trennen, aber auch von vielen Wettbewerben in Gameshows etc. Ich würde sie noch um das "Zuschauerprinzip" ergänzen: wie attraktiv ist es, bei einem Match des jeweiligen Wettbewerbs "live" zuzuschauen. Das wäre nämlich der Punkt, an dem sich Schach und viele weiteren rundenbasierten Spiele sehr schwer tun würden, weil viele Prozesse lediglich im Kopf des Spielers ablaufen und sich nicht, wie etwa bei SC2, in Form vieler kleinteiliger Aktionen ihren Weg ins Spiel finden. Aber auch bei den traditionellen Sportarten gibt es Abstufungen was dieses Prinzip angeht, zb. ist Radsport aufgrund der zeitlichen Unvorhersehbarkeit und extrem schwankenden Attraktionsdichte ein nur äußerst schwer attraktiv darzustellender Sport.

Wo schon diese Spielshow erwähnt wurde, wäre das noch so ein Feld gewesen, wo man etwas offensiver hätte rangehen und auch mal den Finger etwas in die Wunde der traditionellen Sportdefinition legen könnte. Am Beispiel von "Schlag den Raab", wo die absurdesten Wettbewerbe neben etablierten Sportarten ausgetragen werden, könnte man zum Beispiel mal diskutieren, warum Eishockey ein Sport ist, Eisfußball aber nicht. Mit sowas könnte man den christlichen Herrn auch mal aus der Reserve locken und fragen, ob plötzlich seine christlichen Werte verloren gehen, wenn man die Raumtemperatur um 30° senkt.

Soviel von meiner Seite und den Gedanken, die sich mir unmittelbar aufgedrängt haben.

Gruß

27. Mai 2014 - 18:28
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BlackJack
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03.06.2014 - 13:17
27.05.14
2

:D sehr schön. Notier dir bitte die ganzen Einfälle oder erstelle zu bestimmen Themenbereichen wie Werte, Sozialarmut,.. eine Mindmap mit Argumenten um bei späteren Diskussionen noch professioneller zu wirken. Im Übrigen finde ich dein Auftreten im Video wirklich sehr gut für's erste Mal! Das hätte keiner besser gemeistert!

27. Mai 2014 - 18:31
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13.09.2014 - 20:08
15.01.14
22

Verwende Stichpunkte, dann wird es ein bisschen schöner formatiert =)

27. Mai 2014 - 19:14
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23.05.2015 - 11:14
27.05.14
22

bei 50min ca. Was ist das für ein typ ^^ mimimi... christlich...mimimi werte... :D ich musste soo lachen

27. Mai 2014 - 19:20
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Blup
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11.06.2014 - 20:14
05.01.14
7

Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Frau das aus Abneigung gefragt hat, sondern einfach aus Unwissenheit. Die wollte einfach wissen, ist das wie bei Fußball (einer gewinnt, einer verliert) oder vllt. wie bei Weitwurf, wo viele das gleiche machen und am Ende einer vorne steht.

27. Mai 2014 - 19:24
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11.06.2014 - 20:14
05.01.14
7

Hier kann man aber auch sagen, dass der eine im Fußball mit nem anderen System antritt als der andere. Der eine schickt 3 in die Abwehr, der andere 5. Und der mit 5 Abwehrspielern hat dadurch grundlegend eine andere Position, da er nicht einfach 2 Abwehrspieler in den Sturm schicken kann.

27. Mai 2014 - 19:30
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Mrmystic
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15.06.2016 - 21:13
18.02.14
2

Hallo!

Das war eine echt gute Präsentation.

Ich glaube, dass Personen, die so tief in ihren Stukturen verhaftet sind nur schwer andere Formen akzeptieren können. Besonders das Schach Beispiel fand ich schlecht. Zwischen Schach und sc2 gibt es keine Unterschiede in der sozialen Interaktion. Ich kann Schach mit Koreanern am Computer spielen und ich kann in den Schachklub in der Stadt gehen. Nur sind die offline Strukturen für Schach (noch) besser ausgebaut. Ich. Brauch aber auch beim Schach keinen Trainer. Ich kann gegen den Computer spielen, ich kann aber auch briefschach spielen.

IMHO Ist die Wortwahl bei der Beschreibung des Spielablaufs wichtig. Und auch hier ist der Unterschied zum Schach nicht groß. Auch beim Schach werden Figuren getötet, nur man nennt es dort schlagen.

Bei der Darstellung des Ablaufs würde ich vom Umgang mit knappen Ressourcen reden, denn nichts anderes macht man, wenn man sich zwischen Probes und Stalkern entscheidet. Die Professoren sehen am Ende nur den "Krieg", dass die Unit-Zusammenstellung und die Strategie wichtig ist, das sieht der Laie nicht. Wenn Schach Sport ist, dann ist es sc2 erst recht, denn dich die Zeitkomponente (bei Schach fast unbegrenzt) sind die Denkleistungen viel höher.

Zu dem "Christen" hast du ja schon eine alternative Antwort gepostet. Diese ist inhaltlich richtig, wird Dich in einem Gespräch IMHO nicht weiterbringen. Worte, wie "ihre Kirche" provozieren nur, auch wenn du das nicht beabsichtigst. Mir stellte sich sofot die Gegenfrage: welche (christlichen) Werte vertreten olympische Disziplinen, wie (Kick)Boxen oder Schießen (gerade mit Pistolen)? Natürlich kann man beim Boxen von Taktik oder Kräftemessen reden, aber am Ende tun sich die Gegner nur Weh und Verletzungen werden nicht nur akzeptiert, sondern sind ein klares Ziel (z.B. der ko). Beim scheißen nutzt man Tontauben, oder Zielscheiben. Was ist denn schlimmer, mit einer echten Waffe auf "Ersatzziele" zu schießen (schließlich ersetzen die Tontauben und Zielscheiben doch die Tiere, die man sonst jagen würde), oder mit Fantasie-Einheiten auf Fantasie-Einheiten?

Mein letzter Punkt. Geht an Dich persönlich. Ich. Fand den Vortrag wirklich gut! Wenn Du jetzt noch das Publikum siezt, wirkst du "erwachsener" und die Professoren nehmen dich ernster.

Inhaltlich gibts von mir ein fullack!

Und wo ich schon schreibe, ich finde Euer Projekt super! Leider bin ich mit 34 zu alt um Pro zu werden, aber ich gucke mit den Content sehr gerne an.

Beste Grüße

Paul

27. Mai 2014 - 19:59
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TheAeneas
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26.08.2015 - 23:10
11.05.14
5

Andere Taktik, aber gleiche Ausgangssituation.

Zerg kann nicht cannon rushen, egal wie gerne er es gerne würde, im Spiel gegen einen Protoss kann dem Zerg dies aber durchaus passieren.

27. Mai 2014 - 20:11
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A_Aokiji_Kuzan
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04.01.2016 - 11:57
29.11.13
10

Sooo ich finde erst mal klasse das Niklas den Mut aufgebracht hat und auch bestimmt noch wird. So etwas vor konservativen Experten zu machen die einen auch mal gerne in der Luft zerreißen, weil sie ihre Meinung für die ausblute Wahrheit halten. Mir hat es sehr viel Freude bereitet so etwas zu sehen. Solche Aktionen bringen den eSport vor ran. Die Präsentation hat mich auch ein wenig an meine erinnert, die ich vor Lehrern und Schülern halten musste. Musste auch ähnlichen Fragen beantworten und man ist nicht auf jede Frage vorbereitet. Sportahn eine eloquente Antwort zugeben ist nunmal Schwer.

Fazit. Weiter so Bonjwa-Team

27. Mai 2014 - 20:24
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RayBeans
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03.08.2014 - 17:59
21.03.14
5

Anmerkung: Leider werden meine Absätze nicht erkannt - Hilfe! :(

Wow, eine super Aktion und du hast dich wirklich sehr gut geschlagen! Ich hoffe auf viele weitere fruchtbare Diskussionen an denen du teilnehmen kannst. Ich fand die Teilnehmer waren sehr kritisch aber durchaus dem Thema nicht abgeneigt - gab es anschließend noch weitere Nachfragen beim Kaffee? Auch der Moderator scheint ja sehr hinter dem Thema her zu sein, das finde ich gut!

Ich bin mir selbst nicht sicher auf welche christlichen Werte im Sport er sich bezieht, aber Fairplay, Kameradschaft, Offenheit und Toleranz sind gerade im (sc2) eSport doch sehr ausgeprägt. Es zählt kaum wer du bist, wie du aussiehst oder woher du kommst, es zählt nur wie gut du im Spiel bist. Auch die Internationalität, obwohl ich auch ein Vertreter von mehr Regionalität im eSport bin, finde ich gerade super am eSport. Und es kann einfach jeder der Zugang zu einem PC und dem entsprechenden Spiel hat spielen.

Was das Thema "Kriegsspiele" und "Killerspiele" angeht: Ich sehe Sc2 gar nicht als Kriegsspiel an, das ist mir alles gar nicht wichtig. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich das Leute die das Spiel zum ersten Mal anschauen zwangsläufig auf die doch recht blutigen Todesanimationen der Marines achten, auf die riesigen Blutlachen die eine Zergarmee hinterlässt etc.pp. Das muss man den Leuten dann halt etwas besser erklären - was natürlich in so einem engen Zeitrahmen einer Tagung sehr schwierig ist.

Auf jeden Fall nen dicken Daumen hoch für diesen Einsatz, da gehört ne Menge Mut dazu sich freiwillig vor so eine Professorenmeute zu stellen! Ansonsten stimme ich Butzels Beitrag zu, den Vortrag solltest du gerade was die Erklärung des Spielprinzips angeht nochmal überarbeiten.

Viel Erfolg bei den nächsten Veranstaltungen, weiter so! Das bringt vielleicht nicht ummittelbar irgendwas, aber mittel- und langfristig auf jeden Fall! eSport muss in den Köpfen von mehr Leuten ankommen damit die generelle Akzeptanz steigt.

Edit: Anstelle von Schach ist eventuell die Erklärung des Spielprinzips anhand von Steine Schere Papier sinnvoller.

Edit2: Was den (noch eingeschränkten) sozialen Aspekt angeht: Das alleine vor dem Rechner hocken und nur übers Internet mit jemanden in Timbuktu zusammenspielen war eine Notwendigkeit bedingt durch die geringe Spieleranzahl. Das hat sich ja bereits verändert und wird sich auch hoffentlich weiter verändern. Es gibt ja auch in Deutschland bereits die ersten lokalen Organisationen (BarCrafts, Leipzig eSport, Aachen eSport, dieser einer Sportverein mit eigener eSportabteilung). Das braucht alles noch Zeit, wird aber kommen. Der Mensch ist halt ein soziales Wesen und gerade aus meiner BarCrafterfahrung kann ich nur sagen: Es macht einfach nochmal viel mehr Spaß mit Gleichgesinnten beisammen zu sitzen und sich etwas anzuschauen/gemeinsam zu spielen!

edit3: Das nächste lieber aktuelle Spielerzahlen, Altersdurchschnitt (Stichwort werberelevante Zielgruppe), etc. parat haben bzw besser nennen als Preisgeldhöhen.

27. Mai 2014 - 20:20
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TrifftNix
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04.08.2015 - 10:10
18.11.13
3

War eine Gute kurze Präsentation. Da ich mich im Moment für mit einem Kollegen mit dem Thema auseinandersetze, hier noch ein paar Zahlen und Fakten, welche E-Sport nochmal in Relation setzen. Die letzte LCS World Championship hatte 32mio Zuschauer. Und liegt damit an dritter Stelle nach dem Superbowl und der Tour de France, aber vor den NBA Finals, dem UEFA Champions League Finale, MBA und Wimbledon. Somit stellt sich die Frage zählt E-Sport noch als Subkultur? (Man kann ja mal einen Fußball oder Basketball Fan fragen ob er sich als Subkultur zählt)

Leider gibt es kaum Europäische Studien welche klare Fakten liefern. Ich hoffe die Podiumsdiskussion hat einige Leute aus dem Puplikum dazu veranlasst eventuell in diesem Gebiet Forschung zu betreiben.

PS: Weiter so (und juhuuu mein erster Post)

27. Mai 2014 - 20:48
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ihatecrocodils
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22.04.2015 - 20:03
15.11.13
17

Sehr schön! :)

27. Mai 2014 - 21:05
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Synediak
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24.12.2014 - 17:29
20.12.13
2

Wie hier alle mit richtig krassen Walls of Text am Start sind :D

Meine Kommentare zu dem Vortrag:

Außenstehenden sollte man die Spiele denke ich mit Videos und/oder Bildern erklären. Maps oder so zeigen anhand deren man das Prinzip erklären kann.

Wenn wieder jemand dumm kommt und meint mit seinen tollen Sportökonomischen Fachwörtern könnte er dich aus der Reserve locken, einfach mal mit paar eSports floskeln kontern.

Ganz am Anfang vllt auch en Hype video von der IEM zeigen oder von der LoL World Championship im Staple Center, damit die Leute nicht denken, da hocken 3 Leute im Keller und gammeln vor sich hin.

Ansonsten sehr sehr guter und vorallem ruhiger Vortrag. Als der Typ anfing mit "Ich als Christ..." wär ich selbst wohl etwas ausgerastet :D

27. Mai 2014 - 21:20
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Antilles
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16.06.2014 - 12:06
03.01.14
4

Ist halt schwer sich im Vorraus auf die Fragen einzustellen.

Aber es gibt deffinitiv Studien ( sogar auf Bild.de) , dass zb. die Reaktionsfähigkeit und die Schnelligkeit mit der man Entscheidungen trifft mit esport zunehmen (gut für den Straßenverkehr bsp). Außerdem wird räumliches Denken gefördert und ne Menge andere Sachen.

Innerlich hats mich jedesmal zerrissen, als diese teilweise provokativen Fragen kamen und ich nicht selbst antworten konnte :)

Den einen Typen hätte ich gebeten eine Ausdrucksweise an den Tag zu legen, die keinen permanenten Gebrauch eines Wörterbuches

fordert.

Alles in Allem gut gemacht , Niklas

Thumbs up!!

27. Mai 2014 - 21:20
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Zahard
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15.04.2018 - 18:31
26.11.13
183

Super tolle Sache und wirklich sehr gut gemacht von dir.

Einziges Problem: Parasiten-Wörter wie Ähh und Öhh, ansonsten top.

27. Mai 2014 - 22:06
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Pyloss
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22.12.2016 - 18:07
31.03.14
21

Gute Sache! War ja klar das die meisten eher konservativ und kritisch eingestellt waren, aber das sie überhaubt gekommen sind zeigt ja das sie Interesse haben. Wer weiß, vielleicht möchten ja bald einige Wissenschaftler Studien über den Esport machen. ;)

27. Mai 2014 - 22:07
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Der_Kuerbis
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13.11.2016 - 17:39
04.01.14
11

Ganz schwierig einzuordnen, wie die Diskussion gelaufen ist... Ich begrüße es, dass es Leute gibt die sich für den eSport einsetzten und ich akzeptiere es, dass es Leute gibt, die Kritik am elektronischen Sport ausüben. Was ich nicht nachvollziehen kann ist, dass Menschen versuchen "menschliche Werte" in die Diskussion um den Wettbewerb von elektronischen Medien einzuwerfen. Erst recht nicht, wenn mit Hilfe der eigenen Religion oder dem eigenen Nachwuchs argumentiert wird! Das ist doch ein ganz anderes Thema. eSports begünstigt doch den sozialen Faktor über den Spieletitel anstatt ihn zu untergraben. Leute, aufwachen! Da gibt es etwas, was die Leute mit gemeinsamen Interessen zusammenbringt und kommunizieren lässt... Das ist doch das tolle an (e)Sport, dass man sich unabhängig von Herkunft und Sexualität in ein Interessenfeld hineinstürzen kann. Über welche Plattform das passiert ist doch absolut Banane! Eine Plattform zu beschimpfen, nur weil sie neuartig ist und noch nicht in der Gesellschaft etabliert ist, finde ich nicht nur engstirnig sondern auch Inhaltslos. Na klar gibt es auch Spiele, in denen ich kriminelle Handlungen durchführen kann, aber dieser Teil der Diskussion hat doch keinerlei Nährwert für den eSport...

27. Mai 2014 - 22:13
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DesertFox
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09.04.2016 - 20:48
20.04.14
23

Hi, super Diskussion, bei vielen Fragen hätte ich mich nicht so zusamenreisen können und sachlich Antworten können.

was mir beim Thema apm - ist das noch Strategie eingefallen ist:

Die Bewegungen bei Turmspringern ist auch automatisiert - hab einen schönen Bericht gesehen ( finde ihn leider nicht mehr ) der sehr detailiert aufzeigt das die "choreographien" beim Turmspringen nicht möglich wären wenn der Springer einzelne Abschnite nicht vorher hunderte Male vorher eingeübt hätte, so das die Bewegungsabläufe in seinem Muskelgedächtniss gespeichert sind - und nichts anderes ist es docha uch beim eSport um auif so Hohe apm's zu kommen muss man vorher viel trainieren

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